café mathilda

 

der faire Biokaffee für Darmstadt - Kaffee mit dem Hochzeitsturm - Genuss mit Zukunft

Seit 2002 ist es soweit, Darmstadt hat seinen eigenen Kaffee: “café mathilda”.

Nun wächst nicht etwa auf der Mathildenhöhe plötzlich die begehrte Kaffeebohne. Nein, der hocharomatische, sortenreine Arabicakaffee stammt aus Nicaragua und garantiert eine besondere Qualität. “café mathilda” ist ökologisch angebaut, unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen produziert und fair gehandelt.

Damit steckt in “café mathilda”, was die Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio mit ihrem “Aktionsplan für das 21. Jahrhundert” forderte: nämlich Soziales, Ökologie und Ökonomie gleichrangig zu berücksichtigen.

Dieser Aktionsplan, die “Agenda 21”, fordert neben der großen Politik auch Dörfer, Städte und Landkreise auf, ihren Beitrag zur Lösung der globalen Umwelt- und Entwicklungsprobleme zu leisten. Eine Entwicklung, die nicht zu Lasten künftiger Generationen oder ärmerer Menschen und Regionen gehen soll, braucht lokale Veränderungen! Alle sind eingeladen, sich am Prozess der “Lokalen Agenda 21” zu beteiligen. Was für die Zukunft auf kommunaler Ebene wichtig ist, soll von BürgerInnen, Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden usw. gemeinsam ausgehandelt werden. Die globalen Zusammenhänge sollen dabei mitbedacht werden.

“café mathilda” ist ein Beispiel für die vielen lokalen Möglichkeiten, unser alltägliches Handeln für eine Welt von morgen zu verändern - ein Kaffee, der möglichst viele Menschen zu den wichtigen kleinen Schritten ermuntern will.

“café mathilda” macht deutlich, daß jeder Einzelne durch seine Kaufentscheidung Verantwortung für soziale und ökologische Zusammenhänge im Erzeugerland des Kaffees übernehmen kann.

“café mathilda” ist ein reiner Arabica-Kaffee, der den Anbaurichtlinien der Europäischen Union für ökologisch produzierte Lebensmittel entspricht.

Ausgehend vom Projekt “Schafe im Kaffee”, das der Werkhof e.V. im Jahr 1993 begann, hat sich die Schafzucht in Kaffeeplantagen mittlerweile in Nicaragua weit verbreitet. Durch die zwischen den Kaffeesträuchern weidenden Schafe kann auf Unkrautvernichtungsmittel verzichtet werden. Gleichzeitig ermöglicht der Schafdung den Verzicht auf mineralische Düngemittel. Erst die Kombination dieser beiden Vorteile machte es den Bauern möglich, auf organischen Kaffeeanbau umzustellen. Zusätzlich bieten die Plantagen durch den Erhalt von Schattenbäumen Überlebens- und Rückzugsmöglichkeiten für eine Vielzahl von einheimischen Tierarten.

So trägt der Biokaffee zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts bei und schützt durch den Verzicht auf Spritzmittel die Gesundheit der Kaffeebauern.

Durch den Verkauf von Schaffleisch verfügen die Bauern über eine zusätzliche Einkommens- quelle. Sie können dadurch auch die eigene Ernährungssituation verbessern. Der arbeits- intensive ökologische Landbau schafft außerdem zusätzliche Arbeitsplätze und wirkt somit der Landflucht entgegen.

“café mathilda” ist ein fair gehandeltes Produkt.

Der Faire Handel steht für partnerschaftliche Handelsbeziehungen zwischen Nord und Süd. Dazu gehören:

  • sozial- und umweltverträgliche Produktion,
  • Erzeugung und Vermarktung durch Kleinbauern und Kooperativen
  • langfristige Zusammenarbeit (Verträge) ohne Preisspekulation
  • Zahlung existenzsichernder Mindesteinkaufspreise.

Durch Informationsarbeit über die wirtschaftliche, soziale und politische Situation der PartnerInnen im Süden und durch politische Kampagnen fördert der Faire Handel das Bewusstsein über weltweite Zusammenhänge.

So erzielen die Kaffeekooperativen in Nicaragua durch den Anbau von Bio-Kaffee Preise, die mehr als 100% über dem Weltmarktniveau liegen. Dies sichert ihr Einkommen langfristig und ermöglicht es, Mittel für die Fortbildung der Mitglieder zur Verfügung zu stellen.

“café mathilda” gibt es in folgenden Sorten:

naturmild 500g Packung gemahlen
(reizstoffarm, schonend und bekömmlich, sanft für den Magen)
röstkaffee 500g Packung gemahlen oder als Bohne
(der reine Genuss für Liebhaber des unverfälschten Geschmacks)
espresso   250g Packung gemahlen oder 500g Packung als Bohne
(der kleine Muntermacher zu jeder Gelegenheit)
Freitag, 26. April 2002

Darmstadt hat seinen eigenen Kaffee!
Der Geschäftsführer des Weltladens, Norbert Schneeweis, übergibt Stadträtin Daniela Wagner die erste Packung “café mathilda”, der fair gehandelte Biokaffee für Darmstadt.     

Oktober 2004

Francisco Aguilar Guido , Vorstandsmitglied der Kaffee-Kooperative Cosatin, Nicaragua, und selbst Kaffeebauer, besuchte den Weltladen Darmstadt.
    In einer öffentlichen Informationsveranstaltung informierte er anschaulich und aus erster Hand über Bedeutung und Chancen des Fairen Handels für die KleinbäuerInnen seiner Kooperative und die ökologische Entwicklung in der Region.

Die Gäste im Weltladen hören gespannt zu und stellen
viele Fragen

Francisco erzählt von seiner Arbeit als Kaffeebauer in Nicaragua

November 2005

Drei Jahre - sechs Tonnen.
Die Darmstädter mögen ihren “café mathilda” offensichtlich.