Fair oder nicht Fair?

Drei Gütesiegel- und Kodex-Systeme im Vergleich mit dem zertifizierten Fairen Handel.

Fairer Handel kann auf zwei Wegen geschehen:

Zum einen über unabhängig zertifizierte Produkte mit FLO-Fairtrade-Siegel, zum anderen über anerkannte Fair-Handels-Organisationen, die sich als Ganzes regelmäßigen Überprüfungen stellen müssen.

Fair gehandelte Produkte erkennt man dem entsprechend am internationalen Fairtrade-Siegel oder an den Marken der anerkannten Fair-Handels-Organisationen, die ihre Produkte in erster Linie in Weltläden als den Fachgeschäften des Fairen Handels vermarkten.

Andere Organisationen oder Anbieter, die von sich behaupten, „fair“ zu handeln, müssen sich an den anerkannten Kriterien und der Praxis des internationalen Fairen Handels messen lassen:
Das Ziel des Fairen Handels ist

  • nicht allein die wirtschaftliche Absicherung der Handelspartner,
  • sondern die Stärkung ihrer Entwicklung,
  • ihrer Selbstorganisation sowie
  • ihrer sozialen und politischen Arbeit:
    • In langfristig angelegten Handelspartnerschaften werden
    • existenzsichernde Preise und
    • eine Fair-Handels-Prämie gezahlt, um soziale Entwicklungen zu fördern.

Über die Verwendung des Mehrpreises und der Prämie entscheiden die ProduzentInnen demokratisch. Die Handelspartnerschaft erfolgt „auf Augenhöhe“, sie beinhaltet intensiven Dialog und Beratung, sie ist transparent und wird regelmäßig überprüft.