Kleinbauern säen die Zukunft

Thema im April und Mai 2012

Kleinbauern beim Transport von (Reis-)Stroh

 

 

 

"Angesichts der Hungerkrisen in vielen Entwicklungsländern wird wieder die Grüne Gentechnik als eine Möglichkeit genannt, den Hunger zu reduzieren. Die Befürworter listen als Vorteile der grünen Gentechnik höhere Erträge, geringeren Agrarchemikalieneinsatz sowie Pflanzen mit verbesserten Qualitätsmerkmalen auf. Nach ihrer Auffassung kann durch Ertragssteigerung auf den bestehende Nutzflächen der Druck auf Naturräume verringert und damit ein aktiver Beitrag zur Umwelterhaltung geleistet werden. Die Hoffnungen und Erwartungen an die grüne Gentechnik halten allerdings bisher einer Überprüfung in der landwirtschaftlichen Praxis nicht stand." (Aus einer Presseerklärung von Brot für die Welt).

In Wirklichkeit sind es die KleinbäuerInnen, die mit ihren vermeintlich "primitiven" Methoden den größten Teil der Weltbevölkerung ernähren:

Rund 85% der Bauernhöfe bewirtschaften weniger als zwei Hektar Land – oft unter schwierigen Bedingungen. Dennoch erwirtschaften diese Kleinbauern etwa 70% der weltweit geernteten Lebensmittel.Indische Bauern bei der Arbeit

Wo Kleinbauern genügend Ressourcen zur Verfügung haben, produzieren sie einen deutlich höheren Nährwert pro Hektar als die industrielle Landwirtschaft – und zwar umwelt- und klimaschonend. Durch Selbstversorgung und den Absatz ihrer Erzeugnisse im lokalen Markt und über den Export im Fairen Handel tragen sie auf dreifache Weise zur Ernährungssicherung bei. Anders als bei der gentechnischen Agrarwirtschaft werden die Böden nicht zerstört, sondern erhalten. Damit tragen gerade die KleinbäuerInnen wesentlich zum Gewässer-, Boden- und Klimaschutz und zur Erhaltung der Artenvielfalt bei und helfen so, dass auch künftige Generationen noch Nahrung erzeugen können.
Unter dem Motto "Kleinbauern säen die Zukunft" stellen wir Ihnen am Weltladentag, am Samstag, dem 12.05.2012 die oben gezeigten drei Kleinbauerngenossenschaften aus Asien vor: Green Net aus Thailand, Small Organic Farmers' Association aus den Philippinen und Panay Fair Trade Center aus Sri Lanka. Wir laden Sie herzlich dazu ein, diese Kooperativen und ihre Produkte kennen zu lernen:

Reisbauern Duftenden Jasminreis, milde Kokosmilch, aromatische Bananenchips und hochwertigen Tee. Anhand dieser drei Beispiele zeigen wir, wie es den Kleinbauern durch ihre Zusammenarbeit mit dem Fairen Handel gelingt, ihr wirtschaftliches Potential zu entfalten und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Vor Ort profitieren etwa 4.000 Familien von der Arbeit dieser Kooperativen.