Fashion Revolition Week in Darmstadt vom 23. April bis 2. Mai 2019

Thema des Monats April 2019

 

„Kleider machen Leute“, aber wer macht unsere Kleidung? Wir kaufen heute durchschnittlich elfmal mehr Kleidung als noch vor 20 Jahren, während die Ausgaben für Kleidung in der Summe kaum gestiegen sind. Die Schnäppchenpreise werden ermöglicht durch menschenunwürdige und umweltschädliche Arbeits- und Produktionsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie. Überlange Arbeitszeiten, ungenügender Arbeits- und Gesundheitsschutz, niedrige Löhne und Verhinderung gewerkschaftlicher Organisierung sind in den Textilfabriken Südasiens und anderen Ländern des Globalen Südens an der Tagesordnung.

Am 24. April jährt sich der Einsturz des Gebäudekomplexes ‚Rana Plaza‘ in Bangladesch, bei dem mehr als 1.100 Menschen getötet und viele weitere schwer verletzt wurden. Rund um dieses Datum setzen sich weltweit Initiativen im Rahmen der Bewegung „Fashion Revolution“ für mehr Transparenz in der Modebranche ein.

Auch in Darmstadt gibt es seit 2018 auf Initiative der Eine-Welt Promotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung Veranstaltungen im Rahmen der Fashion Revolution Week.

Mit der Aufforderung „Sei neugierig – komm vorbei – werde aktiv!“ laden die Organisator*innen zu einer Reihe von Veranstaltungen ein. In der Aktionswoche stehen neben Infoständen und Vorträgen auch ein konsumkritischer Stadtrundgang, eine Kleidertauschparty mit Filmvorführung sowie eine Upcycling- und Nähwerkstatt im Programm. Darüber hinaus gibt eine Social Media Aktion, die Modeunternehmen ansprechen soll. Ziel der Aktionswoche ist, mehr Bewusstsein beim Kleidungskauf zu schaffen und die Unternehmen zum Handeln zu bewegen in Richtung einer nachhaltigen und fairen Mode.

Auch attac Darmstadt setzt sich im Rahmen der Reihe „Visionen einer anderen Welt“ mit einer Diskussionsveranstaltung „Menschenrechte vor Profit durch verbindliche Verträge?“ mit der Fashion Revolution Week auseinander und beleuchtet die unbefriedigende Haltung der EU und besonders unserer Bundesregierung angesichts der auf UN-Ebene betriebenen juristisch verbindlichen Regelung der Beachtung der Menschenrechte entlang der globalen Lieferketten.

Für die Fashion Revolution Week Darmstadt haben sich zahlreiche Vereine und Initiativen zusammengetan: Agora, Alice-Eleonoren-Schule, Attac Darmstadt, BUND Jugend, DGB Jugend, Eine Welt-Promotor*innen-Programm, Foodsharing Darmstadt, Greenpeace Darmstadt, Hochschulgruppe Nachhaltigkeit, Nachbarschaftsheim Darmstadt, st I:NE, Weltladen Darmstadt, Werkstatt Globales Lernen