Behagliche Wärme mit Alpaca-Textilien aus fairem Handel

Thema des Monats November 2017

 

Wenn es draußen kalt wird, braucht man warme Kleidung. Strickwaren aus Alpaca sind dafür ideal - egal ab Sie für sich selbst etwas Warmes brauchen oder ob Sie auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für liebe Freund_innen oder Angehörige sind. In unserem Weltladen gibt es dafür viele Angebote. Und was wir anbieten stammt nicht von irgendeinem Sweatshop, in dem junge Frauen unter miesen Arbeitsbedingungen schlecht bezahlte Arbeit leisten müssen, sondern aus fairem Handel. Unsere Alpaka-Produkte kommen direkt aus Peru, beispielsweise aus 20 kleinen Dorfgemeinschaften der Gemeinde Tinki, die in 4000 m Höhe in den peruanischen Anden liegt.

Schon die Inkas schätzten die Alpacas wegen ihrer besonders wärmenden und geschmeidigen Wolle. Die Tiere werden nur in jedem zweiten Jahr geschoren und es werden nur die besten Fasern verwendet. Im Durchschnitt ergibt das gerade einen Pullover pro Tier im Jahr.

Mit Hilfe des Fairen Handels nahm vor einigen Jahren die Handwerkervereinigung Inti Raymi eine eigene Verarbeitungsanlage und ein Schulungszentrum in Betrieb. Für das benötigte Waschwasser wurde Perus größte Solaranlage sowie eine Bio-Kläranlage errichtet. Inti Rayni zahlt den "Alpaceros" (Alpakazüchter) nicht nur deutlich höhere Preise, sondern bietet ihnen auch viele Fortbildungs- und Sozialprogramme.

Alpakas zählen wie Lamas, Vicuñas und Guanacos zur Familie der südamerikanischen Kamele. Die genügsamen Alpakas werden in den fast baumlosen Hochgebirgslandschaften von Ecuador, Peru und Bolivien gehalten. Mit etwa 2 Jahren werden sie geschlechtsreif und bringen nach 11 Monaten ein Junges zur Welt. Alpakas wurden vor mehreren 1000 Jahren domestiziert. Reste von Alpakakleidung werden noch heute bei Ausgrabungen der Inka-Epoche gefunden.

Alpaka-Wollfasern (Alpaca) sind sehr reissfest und schmutzabweisend. Alpaca fusselt nicht und lädt sich nicht statisch auf. Für die Reinigung genügt meist regelmäßiges Auslüften. Ansonsten sollten Sie Alpacawolle mit einer kalten Handwäsche und Wollwaschmittel schonend reinigen.

Unseres Alpaca-Sortiment umfasst Pullover, Stulpen, Schals, Mützen und Handschuhe. Egal was sie kaufen, Sie haben immer einen zweifachen Nutzen: Sie bekommen ein Produkt aus wunderbar weicher, wärmender Wolle und Sie leisten zugleich einen Beitrag zu einem besseren Leben für die Alpaceros und die weiterverarbeitenden Handwerker in Peru.

Einen Teil unserer Alpaka-Waren beziehen wir über die Fairhandelsgesellschaft "Dritte-Welt-Partner", andere von dem kleinen Fairhandels-Unternehmen Mariposa in Würzburg. Mariposa kauft die Alpkaprodukte vom Netzwerk MINKA aus Peru. Dieses Netzwerk wurde 1978 gegründet, um den Menschen in abgelegenen Gebieten der Anden und des peruanischen Regenwalds Überlebensperspektiven zu bieten. In den südlichen Anden Perus arbeiten 2.000 Alpakaproduzenten mit MINKA zusammen.

Die Herstellung der Alpakawaren erfolgt zum größten Teil durch Frauen, die so ein eigenes Einkommen erzielen und die alten Spinn- und Stricktechniken weiterleben lassen. Die Kleidung wird von Hand in Diagonaldisegn gestrickt, sie ist ohne Naht. Die Wolle stammt aus biologischer Tierhaltung und wird weder chemisch behandelt noch gefärbt. Alpakawolle gibt es in 20 verschiedenen Naturfarbtönen, in rotbraun, schwarz und weiß. Durch den Verzicht auf das Färben wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der natürlichen Farbenvielfalt der Alpakas geleistet, die zunehmend bedroht ist. Denn 90% der Alpakawolle wird von nur 5 großen Konzernen exportiert. Sie zahlen den Bauern nur einen Hungerlohn und kaufen nur weiße Wolle, weil nur die sich zum Färben eignet.

Minka zahlt den Pruduzent_innen einen fairen Preis, erschließt neue Absatzmärkte, führt regelmäßig regionale Forbildungen durch und finanziert mit den Überschüssen aus dem Fairen Handel lokale Projekte, die den andinen Gemeinden zugute kommen.