EU-Lieferkettenrichtlinie: Ein gefährlicher Rückschritt – wir fordern klare Verantwortung für Menschenrechte

Am 9. Dezember wurden die Trilogverhandlungen zum sogenannten Omnibus-I-Paket abgeschlossen – und damit ein Kompromiss beschlossen, der den Namen nicht verdient. Statt Unternehmen in Europa zu verpflichten, Menschenrechte, Umwelt und Klima entlang ihrer Lieferketten zu schützen, wurden zentrale Elemente der EU-Lieferkettenrichtlinie massiv verwässert.

Heute, am 10. Dezember, ist Internationaler Tag der Menschenrechte!
Auch 75 Jahre nachdem die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet haben, sind diese keineswegs selbstverständlich. Weltweit nehmen Menschenrechtsverletzungen zu – verstärkt durch Kriege, Konflikte und die Ausbeutung von Arbeiter*innen entlang globaler Lieferketten.

Menschenrechte müssen immer wieder erkämpft und aufs Neue verteidigt werden. Genau dafür setzen sich mutige Produzent*innen und Fair-Handels-Akteure täglich ein – und genau deshalb brauchen wir eine starke EU-Lieferkettenrichtlinie.

Stattdessen jedoch droht Betroffenen künftig der Zugang zu Gerechtigkeit genommen zu werden, während Unternehmen sich zunehmend ihrer Verantwortung entziehen können. Zudem ist besonders besorgniserregend, dass die Abschwächungen offenbar durch intensive Lobbyarbeit fossiler Konzerne beeinflusst wurden – und wichtige Konsultationen in der Vorbereitung schlicht ignoriert wurden.

Wir im Weltladen Darmstadt stehen für Fairen Handel, Menschenwürde und globale Gerechtigkeit. Ein wirksames Lieferkettengesetz ist ein entscheidender Hebel, um Ausbeutung zu beenden und faire Strukturen zu stärken.

👉 Wir fordern die Bundesregierung auf: Lehnen Sie diesen Vorschlag im EU-Rat ab!
Denn Menschenrechte und Klimaschutz sind nicht verhandelbar.

Am heutigen Tag der Menschenrechte gilt:
Solidarität zeigen, Fairen Handel stärken – Menschenrechte schützen.